Regiebuch DAS RHEINGOLD

 

Die Positionen der Sänger*innen sind immer vom Publikum aus gesehen und von der Mitte aus durchnummeriert (z.B. l1 = Links 1 = die erste Position links neben Kent Nagano; r4 = Rechts 4 = die vierte Position rechts neben Kent Nagano). Die Taktangaben beziehen sich auf den Rheingold-Klavierauszug nach der Richard-Wagner-Gesamtausgabe (Schott-Verlag, 2010).

Erste Szene

In Takt 87 treten die Rheintöchter von der linken Seite auf und stellen sich auf die Positionen l1-l3. Woglinde befindet sich auf Position l1, Wellgunde auf Position l2 und Floßhilde auf l3.

Woglindes erster Gesangseinsatz: „Weia! Waga! Woge, du Welle…” (T.137)

Die Rheintöchter vollführen anmutige, an klassisches Ballett erinnernde Bewegungen, mit viel Einsatz der Arme.

Wellgunde: „Lass seh‘n, wie du wachst“ Woglinde: „Sicher vor dir!“ (T.148)

Die Rheintöchter lachen neckisch.

Wellgunde: „Floßhilde, schwimm!“ (T.154)

Das „schwimm“ wird nicht gesungen, sondern etwas außer Atem gerufen.

Wellgunde: „Hilf mir, die Fließende fangen!“ (T.156)

Wellgunde möchte davonlaufen, wird allerdings von Floßhilde ausgebremst.

Floßhilde: „Des Goldes Schlaf hütet ihr schlecht!“ (T.158)

Floßhilde hält ihre Hände auf Bauchhöhe ausgestreckt vor sich.

Instrumentaler Zwischenteil vor Alberichs Einsatz „Hehe! Ihr Nicker!“(T.166)

Alberich tritt von der rechten Seite auf (T.167) und geht auf Position r2. Die Rheintöchter machen eine kleine Choreografie. Woglinde und Wellgunde gehen in die Knie („tauchen unter“). Dabei bewegen sie ihre Arme stets in leichten wellenhaften Bewegungen. Danach kommt Floßhilde hinterher und Woglinde und Wellgunde stellen sich wieder auf. Floßhilde stellt sich auf, um dann zusammen mit Woglinde in die Knie zu gehen. Nachdem Wellgunde ebenfalls zu Ihnen „abtaucht“ stellen sie sich wieder gemeinsam hin. Nun gehen Floßhilde und Wellgunde zusammen in die Knie, woraufhin Woglinde Ihnen folgt und sie ein letztes Mal gemeinsam wieder in die Standposition gehen. Alberich ist während dieser Choreographie im Freeze.

Alberichs erster Gesangseinsatz „Hehe! Ihr Nicker!“ (T.185)

Alberich begibt sich in eine geduckte Haltung.

Woglinde: „Hei! Wer ist dort?“ (T.192)

Woglinde schaut nach unten.

Wellgunde: „Lugt, wer uns belauscht!“ (T.193)

Wellgunde spricht diesen Satz.

Woglinde und Wellgunde: „Pfui! Der Garstige!“ (T. 196)

Die beiden Rheintöchter schrecken auf und drücken mimisch Ekel aus.

Floßhilde: „Hütet das Gold!“ (T.197)

Floßhilde spricht im Befehlston.

Alberich: „Ihr da oben!“ (T.203)

Alberich ruft und schaut etwas nach oben.

Rheintöchter: „Was willst du dort unten?“ (T.204)

Die Rheintöchter halten ihre Hände in einem Dreieck vor den Mund, um ihren Ausruf zu verstärken.

Alberich: „Stör´ ich eu´r Spiel, wenn staunend ich still hier steh´? (T.205)

Alberich tänzelt etwas, seine Mimik drückt Gier aus.

Alberich: „Wie gern umschlänge der Schlanken eine mein Arm“ (T.215)

Alberich greift in die Luft und deutet dabei an, imaginäre Brüste zu berühren.

Wellgunde: „Der lüsterne Kauz!“ (T.223)

Wellgunde lacht vor diesem Einsatz. Das Wort „Kauz“ spricht sie voller Ekel aus.

Woglinde: „Nun nahe dich mir!“ (T. 227)

Woglinde lehnt sich leicht vor und zeigt ihr Dekolleté.

Alberich: „Garstig glatter glitschriger Glimmer! Wie gleit ich aus! (T.234)

Vor dem Gesangseinsatz stampft Alberich auf den Takt und versucht, aus seiner gebeugten Körperhaltung hochzukommen. Während er singt, stolpert er fast. Nach „[w]ie gleit ich aus!“ fällt er auf den Boden.

Alberich: „Verfluchtes Niesen!“ (T.241)

Alberich niest zweimal expressiv.

Woglinde: „Prustend naht meines Freiers Pracht!“ (T.243)

Woglinde lacht vor diesem Einsatz und prustet.

Woglinde: „Willst du mich frei‘n, so freie mich hier!“ (T.247)

Woglinde singt verführerisch und Wellgunde und Floßhilde lachen danach.

Wellgunde: „Bin nun ich dir nah?“ (T.285)

Wellgunde zeigt ihr Dekolleté und wackelt mit ihrem Po.

Alberich: Die schlanken Arme schlinge um mich, daß ich den Nacken dir nackend betaste,…“ (T:288)

Wellgunde streckt ihre Arme nach vorne und lockt Alberich.

Wellgunde: „...wie bist du zu schaun?“ (T.303)

Alberich fletscht die Zähne und bleibt im Freeze.

Wellgunde: „Pfui! Du haariger, höckriger Geck! Schwarzes, schwieliges Schwefel-gezwerg! (T.308)

Wellgundes Miene drückt Ekel und Hass aus. Nach ihrem Satz wacht Alberich aus seinem Freeze auf.

Alberich: „Gefall´ ich dir nicht, dich fass´ ich doch fest! (T.312)

Alberich möchte Wellgunde packen. Er greift nach vorne und fällt dabei hin.

Wellgunde: „Nur fest, sonst fließ´ ich dir fort!“ (T. 317)

Wellgunde lacht. Alberich liegt noch immer auf dem Boden.

Alberich: „Falsches Kind! Kalter, grätiger Fisch!“ (T. 321)

Alberich rappelt sich wieder auf.

Alberich: „So buhle mit Aalen, ist dir eklig mein Balg!“ (T. 329)

Alberich legt die Hände auf seine Brust.

Floßhilde: „Du freitest um zwei: frügst du die dritte…“ (T. 335)

Bei „dritte“ legt Floßhilde sanft eine Hand auf ihr Herz.

Alberich: „Wie gut, daß ihr eine nicht seid: von vielen gefall´ ich wohl einer, bei einer kieste mich keine!“ (T. 347)

Alberich reibt sich mit erhobenem Zeigefinger die Nase. Bei „einer“ ballt er die Faust und streckt den Daumen nach oben. Bei „keiner“ steckt er den Daumen in die Faust.

Floßhilde: „Was törig seid ihr, dumme Schwestern, dünkt euch dieser nicht schön!“ (T:359)

Nach ihrem Einsatz zeigt Floßhilde ihr Dekolleté und wackelt mit dem Po.

Floßhilde: „Wärst du mir hold!“ (T. 385)

Floßhilde legt eine Hand sanft auf ihr Herz.

Alberich: „Hielt ich dich immer!“ (T. 386)

Alberich imitiert Floßhilde und legt grob seine Hand auf sein Herz.

Alberich: „Wehe! Ach wehe! O Schmerz! O Schmerz!“ (T. 408)

Alberich zeigt mimisch, dass es ihm schlecht geht. Er legt seine Hände leidend auf die Brust.

Alberich: „Nährt ihr nur Trug, ihr treuloses Nickergezücht?“ (T. 417)

Alberich blickt zu den Rheintöchtern. Er geht leicht in die Hocke und hebt dabei seine Arme.

Rheintöchter: „Wallala! Walala! Lalaleia, leialalei! Heia! Heia! Haha!“ (T.421)

Die Rheintöchter bewegen ihre Arme wellenartig. Auf das erste „Wallala!“ benutzen sie dafür den rechten, auf das zweite den linken Arm. Anschließend wiederholen sie die Gesten. Auf „Haha!“ bewegen sie ihre Köpfe abrupt zur rechten Seite, rücken sie aber gleich wieder gerade.

Rheintöchter: „Schäme dich, Albe! (T.427)

Die Rheintöchter setzen jeweils den rechten Fuß leicht schräg vor den Körper. Der rechte Zeigefinger wird dabei ebenfalls vor den Körper gehalten.

Rheintöchter: „Schilt nicht dort unten!“ (T.428)

Der rechte Zeigefinger wird ein weiteres Mal mit einem kleinen Impuls gezeigt.

Rheintöchter: „Höre, was wir dich heißen!“(T.429)

Die Rheintöchter führen langsam ihre Arme bis zur Hüfte.

Rheintöchter: „Warum, du Banger, bandest du nicht das Mädchen, das du minnst? (T.430)

Die Rheintöchter wiegen sich noch sanft in den Hüften. Auf das Wort „bandest“ strecken sie ihre Arme überkreuzt über den Kopf, eine Fesselung andeutend. Danach bewegen sie ihre Hüften auf laszive Weise.

Rheintöchter: „treu sind wir und ohne Trug, dem Freier, der uns fängt!“ (T.435)

Die Rheintöchter streichen sanft und anmutig mit ihren Händen von oben nach unten über ihre Körper.

Rheintöchter: „Greife nur zu und grause dich nicht, in der Flut entfliehn wir nicht“ (T.439)

Auf „[g]reife“ strecken die Rheintöchter jeweils den rechten Arm mit einer Greifgeste nach vorne. Auf „grause“ wird der vorgestreckte Arm zu einer lockeren Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger. Ab „in der Flut..“ bewegen sie den rechten Zeigefinger leicht hin und her.

Rheintöchter: „Walala! Lalaleia! Leialalei! Heia! Heia! Hahei!“ (T. 442)

Die Bewegungen mit dem Zeigefinger werden größer, bis die Arme der Rheintöchter wieder wellenartig schwingen. Nach dem „Hahei!“ strecken sich die Rheintöchter und gehen auf die Zehenspitzen.

Alberich: „Wie ihr auch lacht und lügt, lüstern lechz´ ich nach euch, und eine muß mir erliegen!“ (T. 456)

Nach diesem Satz sind die Rheintöchter im Freeze. Alberich stampft in dem Instrumentalteil danach mit den Füßen im Takt auf den Boden.

Instrumentalteil nach „..und eine muß mir erliegen!“ (T.456)

Alberich und die Rheintöchter sind im Freeze. Die Rheintöchter bewegen sich jeweils dann, wenn in der Musik ein zuvor von ihnen gesungenes Motiv zitiert wird. Woglinde löst sich und tanzt improvisierend mit wellenartigen Bewegungen. Danach geht sie wieder in den Freeze. Alberich löst sich und stampft, bis er von Wellgunde abgelöst wird, die einige Takte alleine tanzt. Es folgt wieder eine Phase, in der sich nur Alberich bewegt. Zuletzt tanzt Floßhilde. Am Ende des Instrumentalteils (T.502) beugen sich die Rheintöchter vor und bewegen auf die Musik ihren Brustkorb. Alberich streckt eine geballte Faust in die Luft.

Alberich: „Fing´eine diese Faust!“ (T. 504)

Alberich führt die geballte Faust nach unten. Er und die Rheintöchter verharren im Freeze.

Woglinde: „Lugt, Schwestern! Die Weckerin lacht in den Grund.“ (T.517)

Drei Takte vor Woglindes Gesangseinsatz (T.514) lösen sich die Rheintöchter langsam aus dem Freeze.

Rheintöchter: „Heiajaheia! Heiajaheia! Wallalalalalaleiajahei!“ (T.436)

Alberich ist im Freeze. Die Rheintöchter machen zunächst mit ihrem rechten Arm auf Kopfhöhe eine Wellenbewegung zur rechten Seite. Sie wiederholen die Geste mit dem linken Arm.

Rheintöchter: „Rheingold! Rheingold!“ (T.540)

Auf das erste „Rheingold“ strecken sie ihre beiden Arme über den Kopf parallel nach oben. Auf das zweite „Rheingold“ führen sie eine erneute impulsive Bewegung der Arme nach oben aus.

Rheintöchter: „Leuchtende Lust, wie lachst du so hell und hehr! Glühender Glanz entgleißet dir weihlich im Wag!“ (T. 542)

Die Rheintöchter haben ihre Arme über den Kopf und bewegen sie langsam von rechts nach links und wieder zurück.

Rheintöchter: „Heiajaheia! Heiajaheia!“ (T: 546)

Die Rheintöchter machen zunächst mit ihrem rechten Arm auf Kopfhöhe eine Wellenbewegung zur rechten Seite. Danach wiederholen sie die Geste mit ihrem linken Arm zur linken Seite.

Rheintöchter: „Wache, Freund! Wache froh!“ (T. 548)

Die Rheintöchter halten ihre Arme auf Bauchhöhe vor ihren Körper.

Rheintöchter: „Wonnige Spiele spenden wir dir:“ (T. 550)

Sie legen jeweils eine Hand auf das Herz.

Rheintöchter: „Flimmert der Fluß, flammet die Flut“ (T. 551)

Die Rheintöchter malen mit den Händen eine Linie in die Luft, so als würden sie einen Fluss nachzeichnen.

Rheintöchter: „Umfließen wir tauchend, tanzend und singend im seligen Bade das Bett“ (T. 552)

Die Rheintöchter schaukeln mit ihren Armen über den Köpfen von rechts nach links.

Rheintöchter: „Rheingold! Rheingold!“ (T.556)

Auf „Rheingold“ strecken sie wieder ihre beiden Arme über den Kopf parallel nach oben. Auf das zweite „Rheingold“ führen sie erneut eine erneute impulsive Bewegung der Arme nach oben aus.

Rheintöchter: „Heiajaheia! Heiajaheia! Wallalalalalaleiajahei!“ (T. 558)

Die Rheintöchter lassen ihre Arme oben und schaukeln leicht hin und her. Mit „Wallalalalalaleiajahei!“ gehen sie auf die Zehenspitzen. Danach lassen sie langsam ihre Arme hinabgleiten.

Rheintöchter: „Wo bist du Rauher denn heim, daß vom Rheingold nicht du gehört?“ (T. 572)

Die Rheintöchter singen diese Phrase abschätzig. Auf „heim“ legen sie ihre Hände an die Hüfte. Mit „Rheingold“ blicken alle zu Alberich.

Rheintöchter: „Sieh, wie selig im Glanze wir gleiten! Willst du Banger in ihm dich baden, so schwimm und schwelge mit uns!“ (T. 583)

Die Rheintöchter heben zuerst die rechte und dann die linke Hand sanft nach oben. Auf „Banger“ stützen sie die rechte Hand in die Hüfte und auf „baden“ wird der linke Zeigefinger erhoben. Danach bewegen sie die Arme in tänzerischer Weise langsam nach oben.

Rheintöchter: „Walala lalaleialalei! Walala lalaleiajehei!“ (T.589)

Die Rheintöchter schaukeln mit den über dem Kopf erhobenen Armen langsam von rechts nach links.

Woglinde: „Des Goldes Schmuck schmähte er nicht, wüßte er all seine Wunder.“ (T.595)

Woglinde beugt sich leicht zur Seite zu Wellgunde.

Wellgunde: „Der Welt Erbe gewänne zu eigen, wer aus dem Rheingold schüfe den Ring.“ (T.599)

Wellgunde singt geheimnisvoll und nimmt die Hand langsam nach vorne. Auf „Ring“ ballt sie kurz neckisch ihre Hand und imitiert somit die Ringgeste von Alberich.

Woglinde: „Nur wer der Minne Macht entsagt…“ (T. 617)

Alberich, Wellgunde und Floßhilde sind im Freeze. Woglinde hält ihre Hände ruhig vor sich, mit den Handflächen nach unten. Die Wörter „entsagt“ und „versagt“ spricht sie.

Wellgunde: „Wohl sicher sind wir und sorgenfrei, denn, was nur lebt, will lieben." (T. 625)

Bei „lieben“ legt Wellgunde ihre Hand aufs Herz.

Woglinde: „Am wenigsten er, der lüsterne Alb.“ (T. 630)

Bei „Alb“ deutet Woglinde abschätzig auf Alberich.

Wellgunde: „Vor Zorn der Liebe zischt er laut.“ (T.640)

Wellgunde macht eine abschätzige Handbewegung in Alberichs Richtung.

Rheintöchter: „Walala! Walaleialala!“ (T.643)

Die Rheintöchter machen zunächst mit ihrem rechten Arm auf Kopfhöhe eine Wellenbewegung zur rechten Seite. Danach wiederholen sie die Geste mit ihrem linken Arm zur linken Seite.

Rheintöchter: „Lieblichster Albe“ (T.645)

Die Rheintöchter benutzen hier ein extremes Portamento auf „Al-be“. Die unterstreichen sie gestisch: Sie malen eine große Bewegung mit ihren Armen von oben nach unten.

Rheintöchter: „ O komm, Lieblicher, lache mit uns.“ (T. 650)

Die Rheintöchter drehen sich mit ihren etwa in Bauchhöhe geöffneten Armen zu Alberich.

Rheintöchter: „Heiajaheia! Heiajaheia! Wallalalalalaleiajahei.“ (T. 653)

Die Rheintöchter machen zunächst mit ihrem rechten Arm auf Kopfhöhe eine Wellenbewegung zur rechten Seite. Anschließend wiederholen sie die Geste mit dem linken Arm, den sie zur linken Seite bewegen. Auf das letzte „jahei“ strecken sie die Arme nach oben. Wenn im nachfolgenden Instrumentalteil das Rheingold-Motiv erklingt, strecken die Rheintöchter die Arme mit einem Impuls nach oben. Danach drehen sie sich zweimal im Kreis (jeweils parallel über die rechte Schulter). Die Rheintöchter lassen ihre Arme langsam nach unten gleiten.

Alberich: „Erzwäng´ ich nicht Liebe, doch listig erzwäng´ich mir Lust.“ (T.669)

Alberich reißt seine Hände nach vorne und schaut die Rheintöchter direkt an.

Alberich: „Spottet nur zu! Der Niblung naht eurem Spiel!“ (T.674)

Alberich richtet sich komplett auf.

Rheintöchter: „Heia! Heia! Heiajahei!...“ (T.680)

Die Rheintöchter halten ihre Hände schützend vor sich. Ein Arm ist dabei auf Stirnhöhe und der andere auf Höhe des Bauchnabels. Die Handflächen zeigen nach vorne. Die Rheintöchter zeigen mimisch und gestisch ihre Angst.

Rheintöchter: „Die Minne macht ihn verrückt! Hahahahahahaha!“ (T. 685)

Die Rheintöchter legen ihren Kopf in den Nacken. Alberich macht nach dem „Hahahahahahaha“ einen Schritt nach vorne.

Alberich: „So buhlt nun im Finstern, feuchtes Gezücht!“ (T.690)

Alberich streckt seine Hand nach vorne (nach dem Gold) aus.

Alberich: „So verfluch ich die Liebe!“ (T.702)

Alberich zieht seine Hand zu sich nach hinten und ballt sie zur Faust (Ring-Geste). Die Rheintöchter sacken in sich zusammen.

Rheintöchter: „Hilfe! Hilfe! Weh! Weh!“ (T. 709)

Nach dem letzten „Weh!“ gehen die Rheintöchter nach links ab. Alberich bleibt auf der Bühne.

Übergang erste Szene zur zweiten Szene

Instrumentalteil Ende erste Szene (T.744)

Wotan tritt von links auf und begibt sich auf Position l2. Mit dem Ringmotiv hat er seine Position erreicht und blickt Alberich an. Wenn sich das Ring-Motiv zum Burg-Motiv verwandelt, wendet Wotan den Blick ab und blickt triumphierend nach vorne (die Burg ist im Publikum anzunehmen). Alberich verlässt nach rechts die Bühne. Fricka tritt von links auf (T.761). Sie läuft an Wotan vorbei und schaut ihn dabei entsetzt an, dann geht sie auf ihre Position l1.

Zweite Szene

Fricka: „Wotan, Gemahl! Erwache!“ (T. 789)

Fricka blickt erschrocken zu Wotan.

Wotan: „Wie im Traum ich ihn trug, wie mein Wille ihn wies, stark und schön steht er zur Schau: hehre, herrlicher Bau!“ (T. 814)

Wotan macht große Gesten. Bei „Wille“ legt er die Hand auf die Brust. Bei „stark und schön“ breitet er die Arme aus und bei „herrlicher Bau“ macht er ausladende, illustrierende Bewegungen.

Fricka: „..so ohne Scham verschenktet ihr Frechen Freia, mein holdes Geschwister, froh des Schächergewerbs!“ (T.852)

Fricka legt bei dem Wort „Freia“ eine Hand auf ihr Herz, nach „Schächergewerbs“ macht sie eine impulsive ausladende Handgeste nach vorne und reibt anschließend die Finger aneinander, eine Geste, welche „Geld“ bedeutet.

Fricka: „Was ist euch Harten dich heilig und wert, giert ihr Männer nach Macht! (T.856)

Fricka deutet die Ringgeste an, indem sie die Hand zur Faust ballt und diese an sich zieht. Dann wendet sie sich von Wotan ab.

Fricka: „..wie an mich er zu fesseln, zieht´s in die Ferne ihn fort: herrliche Wohnung, wonniger Hausrat sollten dich binden zu säumender Rast“ (T.868)

Fricka legt zuerst eine Hand auf ihr Herz („fesseln“), danach die zweite ebenfalls („wonniger“). Schließlich öffnet sie ihre Handflächen.

Fricka: „Herrschaft und Macht soll er dir mehren; nur rastlosern Sturm zu erregen, erstand die dir ragende Burg.“ (T.878)

Bei „rastlosern“ beginnt Fricka ihre Hände zu kneten. Nach „Burg“ zeigt sie nach oben und deutet auf eine imaginäre Burg.

Wotan: „...das Spiel drum kann ich nicht sparen.“ (T.894)

Wotan stützt seine Hände in die Hüfte.

Fricka: „Liebloser, leidigster Mann!“ (T.888)

Die Riesen und Freia treten von rechts auf. Freia geht auf die Position r3. Die Riesen bleiben am Rand stehen.

Fricka: „Um der Macht und Herrschaft müßigen Tand verspielst du in lästerndem Spott Liebe und Weibes Wert?“ (T.889)

Fricka fährt bei „Weibes“ in der Luft sanft die Konturen eines imaginären Frauenkörpers nach.

Wotan: „Um dich zum Weib zu gewinnen, mein eines Auge setzt´ ich werbend daran: wie törig tadelst du jetzt! Ehr ich die Frauen doch mehr, als dich freut; und Freia die Gute, geb ich nicht auf, nie sann dies ernstlich mein Sinn!“ (T.903)

Wotan blickt zu Fricka, die sich beschämt wegdreht. Nach „mehr als dich freut“ zuckt Wotan mit den Schultern. Als er von Freia spricht, deutet er zu ihr.

Freia: „Hilf mir, Schwester!“ (T.925)

Freia deutet gestisch eine Schutzhaltung ein. Dafür nimmt sie ihren rechten Arm etwas vor ihre Stirn, mit der Handfläche nach außen. Ihren linken Arm hält sie mit der Handfläche nach außen auf Höhe des Bauchnabels.

Freia: „Vom Felsen drüben drohte mir Fasolt, mich Holde käm´er zu holen.“ (T. 928)

Freia deutet bei den Felsen zur Seite. Bei „Holde“ legt sie ihre Hand auf die Brust.

Wotan: „Wo freier Mut frommt, allein frag ich nach keinem.“ (T.944)

Wotan stoppt Fricka mit einer Geste.

Wotan: „Der zum Vertrage mir riet, versprach mir, Freia zu lösen.“ (T. 954)

Wotan deutet auf Freia.

Fricka: „Dort schreiten die Riesen heran.“ (T.662)

Fricka deutet zur Seite, wo die Riesen stehen.

Freia: „Wo harren meine Brüder“ (T.967)

Freia legt ihre Hände aufs Herz und zittert.

Freia: „Zu Hilfe, Donner! Hierher, hierher!“ (T. 973)

Freia streckt bei „Hilfe“ den rechten Arm nach oben, bei „[h]ierher“ den linken Arm.

Fricka: „Die in bösem Bund dich verrieten, sie alle bergen sich nun.“ (T.980)

In dem Zwischenspiel nach Frickas Gesangseinsatz (Riesenmotiv) treten die Riesen Fasolt und Fafner auf die Positionen r2 und r4 und nehmen Freia in ihre Mitte. Ihre Arme sind vor der Brust verschränkt.

Fasolt: „Dort steht´s, was wir stemmten.“ (T.1003)

Fasolt zeigt nach oben auf eine imaginierte Burg.

Fasolt: „Zieh nun ein, uns zahl den Lohn! (T.1007)

Fasolt blickt zunächst zu Wotan und dann zu Freia, die zusammenzuckt.

Fasolt: „Ein dummer Riese rät dir das: du Weiser, wiss´ es von ihm!“ (T.1066)

Fasolt verschränkt die Arme, er schaut zynisch zu Wotan. Dieser lacht.

Fasolt: „Wir Plumpen plagen uns schwitzend, mit schwieliger Hand, ein Weib zu gewinnen…“(T.1090)

Fasolt streckt seine Arme mit offenen Handflächen nach vorne. Bei „Weib“ blickt er zart zu Freia.

Fasolt: „Goldne Äpfel wachsen in ihrem Garten.“ (T.1111)

Freia verschränkt die Arme vor der Brust.

Fafner: „Ihrer Mitte drum sei sie entführt!“ (T.1125)

Froh und Donner treten von links auf. Froh geht auf Position l3 und Donner auf l4.

Froh: „Zu mir, Freia! Meide sie, Frecher!“ (T.1139)

Froh streckt seine Hand nach vorne aus.

Donner: „Fasolt und Fafner, fühltet ihr schon meines Hammers harten Schlag?“ (T.1147)

Donner deutet gestisch an, dass er einen Hammer schwingt und damit ausholen möchte.

Donner: „Schon oft zahlt´ ich Riesen den Zoll.“ (T.1157)

Donner holt mit seiner Faust aus.

Wotan: „Halt, du Wilder!“ (T. 1164)

Wotan hält die Arme vor sich.

Fricka: „Begreif´ ich dich noch, grausamer Mann?“ (T. 1180)

Nach ihrem Satz tritt Loge auf seine Auftrittsmusik von rechts auf. Er begibt sich zu Position r1. Im Vorübergehen wirft er den Riesen einen spöttischen Blick zu.

Loge: „Wohl was mit den Riesen dort im Rate du dangst? In Tiefen und Höhen treibt mich mein Hang“ (T. 1203)

Loge zeigt zu den Riesen. Bei „Tiefen“ und „Höhen“ deutet er nach unten und oben.

Loge: „Donner und Froh, die denken an Dach und Fach.“ (T. 1216)

Loge deutet zu Donner und Froh.

Loge: „Ein stolzer Saal, ein starkes Schloß, danach stand Wotans Wunsch.“ (T. 1221)

Loge macht Wotan gestisch, mimisch und in der Stimmfärbung nach. Er streckt seine Arme breit nach vorne.

Loge: „Fasolt und Fafner fand ich bewährt: kein Stein wankt im Gestemm´.“ (T.1233)

Loge macht große Gesten und breitet seine Arme weit aus, nach „Gestemmʼ“ lässt er sie fallen.

Wotan: „Da einst die Bauer der Burg zum Dank Freia bedangen.“ (T.1265)

Wotan zeigt nach vorne auf die imaginäre Burg.

Loge: „Mit höchster Sorge drauf zu sinnen, wie es zu lösen, das hab ich gelobt.“ (T. 1277)

Loge hebt seinen Zeigefinger und zeigt mimisch Unschuld. Er hebt seine Hände und macht mit seinen Fingern Bewegungen, die an züngelnde Flammen erinnern.

Donner: „Verfluchte Lohe, dich lösch ich aus!“ (T.1297)

Donner holt mit der Faust aus.

Wotan: „In Frieden laßt mir den Freund!“ (T.1302)

Wotan hebt seine Hände schützend hoch.

Loge: „… Ersatz für Freia zu suchen, wie er den Riesen wohl recht. Umsonst sucht ich…“ (T. 1327)

Loge bannt alle. Bei „Freia“ fährt er sanft eine Frauensilhouette in der Luft nach. Er tut unschuldig. Bei „[u]msonst“ atmen alle (außer Loge) enttäuscht aus.

Loge: „Nichts ist so reich, als Ersatz zu muten dem Mann für Weibes Wonne und Wert.“ (T.1335)

Die Gött*innen legen ihre Hand aufs Herz. Danach tänzelt Loge etwas.

Loge: „Was wohl dem Manne mächt´ger dünk´ als Weibes Wonne und Wert?“ (T. 1356)

Bei „Weibes“ fährt Loge in der Luft erneut einen imaginären Frauenkörper nach. Die Gött*innen legen ihre Hand wieder aufs Herz.

Loge: „Nur einen sah ich, der sagte der Liebe ab, um rotes Gold entriet er des Weibes Gunst.“ (T. 1375)

Auch Loge hatte eine Hand auf sein Herz gelegt, die er nun wieder wegnimmt. Er geht einen halben Schritt nach vorne, nach „Gunst“ deutet er die Fluch-Geste an (er hebt beide Hände mit den Handflächen nach unten nach vorne).

Loge: „…das Rheingold da raubte sich rächend der Dieb.“ (T.1389)

Loge nimmt eine Hand nach vorne, ballt sie zur Faust und zieht sie etwas zu sich (Raub-Geste).

Kurzes Zwischenspiel: In der Musik erklingt zweimal das Rheingold-Motiv (T.1414)

Loge hebt mit einem Impuls die Arme nach oben, dabei machen seine Finger flammenartige Bewegungen. Dies wiederholt er zweimal.

Fafner: „Du da, Loge!“ (T.1439)

Fafner dreht sich zu Loge.

Loge: „…doch ward es zum runden Reife geschmiedet, hilft es zu höchster Macht, gewinnt dem Manne die Welt.“ (T.1451)

Bei „Reife“ macht Loge die Ringgeste. Nach „Welt“ küsst er den imaginären Ring und streckt seine Hand nach vorne.

Wotan: „…Macht und Schätze schüf´ ohne Maß ein Reif.“ (T.1464)

Alle denken intensiv über diesen Satz nach.

Loge: „…trüge sie hold den hellen Schmuck, den schimmernd Zwerge schmieden, rührig im Zwange des Reifs.“ (T.1475)

Loge freut sich, ballt seine Hände zu Fäusten und bewegt sie, in einer Art angedeuteten Triumphgeste, leicht.

Fricka: „Gewänne mein Gatte sich wohl das Gold?“ (T.1484)

Wotan schaut dabei nicht zu Fricka, sondern nach vorne.

Loge: „Keiner kennt ihn; doch einer übt ihn leicht, der selʼger Lieb entsagt.“ (T. 1504)

Loge ballt zuerst die Hände zu Fäusten und baut Spannung auf, dann streckt er sie mit den Handflächen nach unten vor seinen Körper. Er blickt zu Wotan.

Loge: „Zaglos gewann er des Zaubers Macht: geraten ist ihm der Ring!“ (T.1514)

Loge deutet die Ringgeste an.

Donner: „Zwang uns allen schüfe der Zwerg, würd´ ihm der Reif nicht entrissen.“ (T.1521)

Donner ballt eine Hand zur Faust und streckt diese nach vorne.

Loge: „Durch Raub! Was ein Dieb stahl, das stiehlst du dem Dieb: ward leichter ein Eigen erlangt?“ (T.1533)

Bei „Raub“ hebt Loge seine rechte Hand gerade nach oben. Bei „du“ zeigt er damit auf Wotan.

Loge: „…um des Rheines Töchtern den roten Tand, das Gold wieder zu geben, denn darum flehen sie dich.“ (T.1547)

Loge nimmt beide Hände nach vorne, bei „flehen“ hebt er beide Hände in einem V nach oben. Nach „sie dich“ ertönt in der Musik zweimal das Rheingold-Motiv. Loge streckt die Hände mit einem Impuls nach oben.

Fafner: „Hör, Wotan, der Harrenden Wort!“ (T.1588)

Fafner verschränkt seine Arme vor der Brust und wendet sich an Wotan.

Fafner: „Schwer baute dort sich die Burg: leicht wird dir´s mit listʼger Gewalt.“ (T.1602)

Fafner deutet mit der Hand auf die imaginäre Burg.

Wotan: „Für euch müht´ ich mich um den Alben?“ (T. 1608)

Wotan schüttelt den Kopf.

Fasolt: „Hierher, Maid! In unsʼre Macht!“ (T.1615)

Die Riesen packen Freia an den Oberarmen.

Freia: „Schwester! Brüder! Rettet! Helft! (T.1639)

Freia nimmt die Schutzhaltung ein: Eine Hand leicht über ihrem Kopf mit der Handfläche nach außen und die andere auf Bauchnabelhöhe, ebenfalls mit der Handfläche nach außen. Nach „[h]elft!“ lassen die Riesen Freia los.

Freia: „Rettet! Helft!“ (T.1645)

Die Riesen gehen mit Freia in ihrer Mitte nach rechts ab.

Loge: „Über Stock und Stein zu Tal stapfen sie hin.“ (T.1648)

Loge beugt sich leicht vor und imitiert den Duktus eines Reporters.

Loge: „…an Riesenheims Mark erst halten sie Rast!“ (T. 1662)

Die Götter und Göttinnen werden kraftlos und verlieren an Köperspannung.

Loge: „Frisch mein Froh! Noch ist´s ja früh! Deiner Hand, Donner, entsinkt ja der Hammer! Was ist´s mit Fricka? Freut sie sich wenig ob Wotans grämlichem Grau, das schier zum Greisen ihn schafft?“ (T.1689)

Loge wendet sich dabei konkret an die jeweils Angesprochenen.

Fricka: „Wehe! Wehe!“ (T.1701)

Fricka atmet schwer. Loge legt eine Hand auf seine Hüfte und beobachtet die Situation.

Donner: „Mir sinkt die Hand!“ (T. 1705)

Donner versucht seine Hand zu heben, ist aber zu kraftlos.

Froh: „Mir stockt das Herz!“ (T.1707)

Froh legt eine Hand auf sein Herz. Loge spielt mimisch einen „Aha-Moment“.

Loge: „Von Freias Frucht genosset ihr heute noch nicht. Die gold´nen Äpfel in ihrem Garten…“ (T.1714)

Loge streckt seine Arme nach vorne. Als er von den „gold´nen Äpfeln“ singt, greift er in der Luft nach imaginären Brüsten.

Loge: „Des Gartens Pflegerin ist nun verpfändet; an den Ästen darbt und dorrt das Obst, bald fällt faul es herab. (T.1725)

Loge zuckt mit den Schultern. Er zeigt nach oben. Nach „herab“ lässt er seine Hand nach unten fallen und folgt ihr mit seinem Blick.

Loge: „Doch ihr setztet alles auf das jüngende Obst.“ (T.1742)

Loge breitet seine Arme aus, als wolle er sagen „Was soll man da machen?“.

Loge: „Ohne die Äpfel alt und grau...“ (T.1747)

Loge legt eine Hand auf sein Herz.

Loge: „…erstirbt der Götter Stamm.“ (T.1752)

Loge legt auch die zweite Hand auf sein Herz und schaut nach unten.

Wotan: „Auf, Loge! Hinab mit mir! Nach Nibelheim fahren wir nieder.“ (T.1769)

Wotan zeigt mit wenig Kraft nach unten.

Loge: „Wie du befiehlst, führ ich dich gern: steil hinab steigen wir denn durch den Rhein?“ (T.1780)

Loge macht eine kleine Verbeugung. Bei „hinab“ zeigt er nach unten, bei „Rhein“ nach oben.

Wotan: „Nicht durch den Rhein!“ (T.1784)

Wotan macht eine abweisende Geste.

Loge: „So schwingen wir uns durch die Schwefelkluft: dort schlüpfe mit mir hinein!“ (T.1784)

Loge geht zur rechten Seite ab.

Fricka: „O kehre bald zur bangenden Frau!“ (T.1799)

Nach diesem Einsatz gehen Wotan, Fricka, Donner und Froh zur linken Seite ab.

Übergang zweite Szene zur dritten Szene

Instrumentalteil Ende der zweiten Szene (T. 1886)

In T. 1890 treten Alberich (von links) und Mime (von rechts) auf. Alberich begibt sich auf die Position l1, Mime auf die Position r2.

Dritte Szene

Beginn dritte Szene (T. 1894) bis T. 1908

Alberich hebt die Hand, als würde er Mime am Ohr schleifen. Mime zuckt zusammen und greift sich ans Ohr, wobei er laut kreischt. Alberich setzt sich fies grinsend und überschlägt die Beine.

Mime: „Ohe! Ohe!“ (T. 1909)

Mime singt heulend. Er hat Schmerzen am Ohr.

Mime: „Nimm nur die Nägel vom Ohr!“ (T. 1916)

„Nägel“ singt Mime grell (im Sinne von durchdringend, schrill). Das „r“ von „Ohr“ wird langgezogen. Auf „Ohr“ lässt Alberich los.

Mime: „Ich Armer zagte“ (T. 1920)

Mime richtet sich etwas auf.

Mime: „…daß noch was fehle“ (T. 1922)

Mime richtet sich noch weiter auf.

Mime: „Hier – und da“ (T. 1924)

Mime soll an dieser Stelle schlecht lügen. Bei „Hier“ und bei „da“ streckt Mime jeweils eine Hand aus.

Alberich: „Was hier und da? Her das Geschmeid’!“ (T. 1926)

Bei „Was hier und da?“ ahmt Alberich Mimes Gesten aus der Phrase zuvor nach. Nach „Her“ grabscht er nach dem Helm.

Zwischenspiel (T. 1930)

Alberich hebt langsam den Helm auf, d. h. er spreizt die Finger der rechten Hand und betrachtet diese, als würde er den Helm vor sich sehen. Mimes Körperhaltung ist krampfhaft.

Alberich: „… wie ich’s befahl! So wollte der Tropf schlau mich betrügen?“ (T. 1941)

Auf „wie ich’s befahl!“ nimmt Alberich den Helm beziehungsweise seine Hand herunter. Anschließend blickt er zu Mime.

Alberich: „Nacht und Nebel – Niemand gleich! Siehst du mich, Bruder?“ (T. 1961)

Zunächst macht Alberich die Helmgeste. Dafür führt er die rechte Hand mit gespreizten Fingern vor seinem Gesicht von oben nach unten. Diese Geste geht über in eine fließende Bewegung mit beiden Händen, wobei er sie seinen Körper hinabgleiten lässt und sie schließlich an seinen Oberschenkeln abwischt. Während dieser Bewegung setzt er sich langsam.

Mime: „Wo bist du?“ (T. 1969)

Mime blickt sich verwundert um.

Alberich: „So fühle mich doch, du fauler Schuft! Nimm das für dein Diebesgelüst!“ (T. 1971)

Alberich steht auf und Mime kreischt. Alberich deutet mit einer Hand einen Schlag an. Bei „Nimm“ kreischt Mime erneut.

Mime: „Ohe! Ohe! Au! Au! Au!“ (T. 1976)

Mime krümmt sich unter unsichtbaren Schlägen.

Alberich: „Ha ha ha ha ha ha! Hab Dank, du Dummer!“ (T. 1979)

Mime sinkt zu Boden.

Alberich: „Hoho! Hoho! Niblungen all, neigt euch nun Alberich!“ (T. 1986)

Alberich streckt auf „Hoho!“ beide Hände aus und legt den Kopf in den Nacken. Bei „Alberich“ deutet er auf sich selbst.

Alberich: „Überall weilt er nun, euch zu bewachen, …“ (T. 1993)

Ab „Überall weilt er“ fuchtelt er mit dem Finger vor sich herum.

Alberich: „… ihm müßt ihr schaffen, wo nicht ihr ihn schaut; wo ihr nicht ihn gewahrt, seid seiner gewärtig! Untertan seid ihr ihm immer! Hoho! Hört ihn, er naht: der Niblungen Herr!“ (T. 1997)

Bei „ihm müßt ihr schaffen“ hält Alberich in seiner Gestik inne. Auf „wo ihr nicht ihn gewahrt“ zeigt er mit dem Finger nach oben. Auf „Untertan seid ihr ihm immer“ ist der Finger nach vorne und unten gerichtet. Das „Hoho“ ist grell zu singen. Nach „der Niblungen Herr“ schreien die Musiker*innen des Orchesters schrill auf dem Vokal „i“.

Orchesterzwischenspiel (T. 2011)

Alberich setzt sich. Mime bleibt auf dem Boden zitternd zurück. In T. 2022 treten Loge und Wotan von rechts auf. Loge geht auf die Position r1, Wotan auf die Position r3. In T. 2025 steigt Loge über den am Boden liegenden Mime. Wotan wirkt geschwächt, Loge hat die Hände in den Hosentaschen.

Mime: „Au! Au! Au!“ (T. 2038)

Bei den ersten beiden „Au“-Schreien schaut Mime Loge an. Alle „Au“-Schreie sollen lautmalerisch geseufzt und nicht gesungen werden.

Wotan: „Hier stöhnt es laut: was liegt im Gestein?“ (T. 2041)

Wotan legt übertrieben flüsternd die Hand seitlich an den Mund. Die Phrase ist an Loge gerichtet.

Loge: „Was Wunder wimmerst du hier?“ (T. 2043)

Loge legt die Hände auf seine Oberschenkel.

Loge: „Hei, Mime! Muntrer Zwerg! Was zwingt und zwackt dich denn so?“ (T. 2046)

Loge klatscht im Rhythmus zweimal aufmunternd auf „Mime“.

Mime: „Laß mich in Frieden!“ (T. 2048)

Mime hebt abwehrend die Hand. Die Phrase ist trocken zu singen.

T. 2052, nach Loge: „Helfen will ich dir, Mime!“

Loge schnipst mit den Fingern. Mime richtet sich auf und steht etwas gebückt da.

Mime: „Wer hälfe mir? Gehorchen muß ich dem leiblichen Bruder, der mich in Bande gelegt.“ (T. 2053)

Mime blickt zwischen Wotan und Loge hin und her. Die erste Phrase ist leise und gebrochen zu singen, ohne Vibrato. Mime streicht sich bei „leiblichen Bruder“ über den schmerzenden Rücken. Bei „Bande gelegt“ sind die Vokale kürzer zu singen.

Mime: „Mit arger List schuf sich Alberich aus Rheines Gold einen gelben Reif“ (T. 2065)

Ab Beginn der ersten Phrase hält Mime die Hände vor den Körper. Bei „einen gelben Reif“ schließt er die rechte Hand [Ringgeste].

Mime: „…seinem starken Zauber zittern wir staunend; mit ihm zwingt er uns alle, der Niblungen nächt’ges Heer.“ (T. 2073)

Bei „seinem starken Zauber“ wird Mime merklich kleiner. Bei „alle“ wirft Loge einen Seitenblick auf Wotan.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2084)

Wotan und Loge setzen sich.

Mime: „Sorglose Schmiede, schufen wir sonst wohl Schmuck unsren Weibern, wonnig Geschmeid’, niedlichen Niblungentand; wir lachten lustig der Müh’!“ (T. 2086)

Mime führt ein kleines Tänzchen auf. „[W]onnig Geschmeid’“ ist etwas übertrieben zu gestalten, „niedlichen Niblungentand“ soll ,weiblichʻ klingen.

Mime: „Nun zwingt uns der Schlimme, in Klüfte zu schlüpfen“ (T. 2099)

Die Vokale sind ,engʻ und karikierend zu singen, d. h. „Klüfte“ soll klingen wie „Klifte“, „schlüpfen“ wie „schlipfen“.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2126)

Loge und Wotan stehen auf und schauen auf Mime herab.

Mime: „Mich Ärmsten, ach! Mich zwang er zum Ärgsten. Ein Helmgeschmeid’ hieß er mich schweißen“ (T. 2133)

Das „ach!“ soll aufgeregt klingen. Bei „Helmgeschmeid’“ deutet Mime die Helmgeste [Hand mit gespreizten Fingern vor Gesicht] an, allerdings mit der linken (also der falschen) Hand.

Mime: „Wohl merkt’ ich klug, welch mächt’ge Kraft zu eigen dem Werk“ (T. 2146)

Bei „Kraft zu eigen“ hebt Mime die Hände in die Luft.

Mime: „…ja, vielleicht den Lästigen selbst überlisten, in meine Gewalt ihn zu werfen, den Ring ihm zu entreißen“ (T. 2156)

Mimes Körper zeigt nach unten. Bei „Ring“ macht er die Ringgeste.

Mime: …wie ich Knecht jetzt dem Kühnen, mir Freien er selber dann fröhn’!“ (T. 2162)

„[M]ir Freien er selber dann fröhn’“ bricht aus Mime heraus und ist grell zu singen. Er hält eine Hand in die Luft und schaut nach oben. Beide Hände sind zu Fäusten geballt.

Mime: „Ach! Der das Werk ich wirkte, den Zauber, der ihm entzuckt, den Zauber erriet ich nicht recht: der das Werk mir riet und mir’s entriß,…“ (T. 2172)

Bei „Der das Werk ich wirkte“ macht Mime seinen Körper wieder klein. Auf „entzuckt“ zuckt er mit den Händen. Anschließend rauft er sich die Haare. Bei „entriß“ reißt Mime die Hände nach oben.

Mime: „…welche List läg’ in dem Helm. Meinem Blick entschwand er“ (T. 2189)

Bei „Helm“ geht Mime auf die Knie.

Mime: „Das schuf ich mir Dummen schön zu Dank!“ (T. 2197)

Kurz vor dieser Phrase steht Mime wieder auf. Er atmet mit Geräusch ein. Die folgende Phrase ist „heulend und schluchzend“ zu singen. Mime streicht sich wieder den schmerzenden Rücken und den Hintern. Nach „Dank“ furzt Mime. Wotan und Loge lachen. Mime sieht sich um.

T. 2212, kurz vor Mime: „Mit eurem Gefrage, wer seid denn ihr Fremde?“

Mime blickt zwischen den Göttern hin und her. Seine anschließenden Phrasen sind misstrauisch zu singen.

Loge: „Freunde dir; von ihrer Not befrein wir der Niblungen Volk!“ (T. 2217)

Loge streckt die Hände nach vorne aus, in einer Predigerhaltung. Ab „befrein wir der Niblungen“ steckt er die Hände in die Hosentaschen. Anschließend setzt er sich.

Zwischenspiel (T. 2221)

Alberich tritt von links auf und schreit kurze Befehle („Du da!“, „Schaffe!“). Mime schrickt zusammen und fällt zu Boden. Alberich geht auf die Position l1. [Loge befindet sich zu diesem Zeitpunkt auf Position r1, Wotan auf Position r3.]

Wotan: „Sein’ harren wir hier.“ (T. 2231)

Wotan streckt die Arme in einer Predigerhaltung nach vorne aus. Nach Wotans kurzer Phrase setzen sich sowohl Alberich als auch Wotan hin. Beide überschlagen gleichzeitig die Beine. Bei Alberich ist das rechte Bein oben, bei Wotan das linke.

Alberich: „Hierher! Dorthin! Hehe! Hoho!“ (T. 2237)

Alberich deutet mit dem ausgestreckten Finger auf einzelne Zuschauer*innen.

Alberich: „Du da, hinauf!“ (T. 2244)

Alberich spricht Mime direkt an. Mime steht schnell auf.

Alberich: „He! Wer ist dort?“ (T. 2254)

Die Phrase ist hastig zu singen und mit äußerster Vehemenz hervorzustoßen. Alberich lehnt sich nach vorne und legt die Hände auf die Oberschenkel.

Alberich: „Mime, zu mir! Schäbiger Schuft!“ (T. 2256)

Alberich streckt die Hand aus und greift in die Luft. Mime stolpert einen Schritt in Alberichs Richtung.

Alberich: „Willst du gleich schmieden und schaffen? He! An die Arbeit!“ (T. 2262)

Bei der ersten Phrase hebt Alberich die Hand zum Schlag. Nach „He! An die Arbeit!“ geht Mime nach rechts ab.

T. 2271, nach Alberich: „Euch grüßt die Geißel, grabt ihr nicht rasch!“

Alberich deutet eine Ohrfeige an.

Alberich: „Daß keiner mir müßig, bürge mir Mime“ (T. 2273)

Alberich deutet in Mimes Richtung.

Alberich: „Daß ich überall weile, wo keiner mich wähnt, das weiß er, dünkt mich, genau! Zögert ihr noch? Zaudert wohl gar? Zittre und zage, gezähmtes Heer!“ (T. 2278)

Bei „Daß ich überall weile“ deutet Alberich die Tarnhelmgeste an. Bei „dünkt mich“ schlägt er beide Hände zusammen. Auf „Zögert ihr noch?“ streckt er einen Finger aus. Nach „Zaudert wohl gar?“ küsst er seinen Handballen. Anschließend streckt er im Stil von Der Pate eine Hand gerade nach vorne.

Zwischenspiel (T. 2296)

Alle Musiker*innen des Orchesters schreien „Ah“, beginnend ab T. 2296 und für eine Dauer von etwa drei bis vier Takten.

Alberich: „Was wollt ihr hier?“ (T. 2320)

Alberich nimmt die Hand weg.

Wotan: „Von Nibelheims nächt’gem Land vernahmen wir neue Mähr’“ (T. 2321)

Wotan singt mit ruhiger, sich selbst beherrschender Würde. Mit der linken Hand macht er eine öffnende Geste zum Publikum hin.

Alberich: „Nach Nibelheim führt euch der Neid: so kühne Gäste, glaubt, kenn’ ich gut!“ (T. 2330)

Bei „Neid“ streckt Alberich den Kopf nach vorne, ähnlich der Bewegung einer Schildkröte.

Loge: „Kennst du mich gut, kindischer Alb? Nun sag, wer bin ich, daß du so bellst? Im kalten Loch, da kauernd du lagst, wer gab dir Licht und wärmende Lohe, wenn Loge nie dir gelacht? Was hülf’ dir dein Schmieden, heizt’ ich die Schmiede dir nicht? Dir bin ich Vetter und war dir Freund: nicht fein drum dünkt mich dein Dank!“ (T. 2233)

Loge steht auf, eine Hand noch in der Hosentasche. Nach „Im kalten Loch“ zeigt er nach vorne. Bei „Lohe, wenn Loge nie dir gelacht“ zeichnet er mit seinem Finger Flammen in die Luft. Während des kurzen Zwischenspiels in T. 2339f. bewegt er die Hände tänzerisch in der Luft hin und her. Anschließend streckt er eine Hand und einen Fuß aus. Auf „Freund“ streckt er die andere Hand und den anderen Fuß aus. Nach „Dank“ spielt er beleidigt, indem er Alberich anschaut und die Hände in die Hüfte stützt.

Alberich: „Den Lichtalben lacht jetzt Loge, der list’ge Schelm. Bist du Falscher ihr Freund, wie mir Freund du einst warst: haha! Mich freut’s! Von ihnen fürcht’ ich dann nichts.“ (T. 2342)

Auch Alberich hat die Hände in die Hüfte gestützt. Auf „Lichtalben lacht jetzt Loge“ fuchtelt er mit dem Finger in Loges Richtung. Im kurzen Zwischenspiel in T. 2347 bewegt Loge seine Finger zur Musik. Die Bewegung soll einer züngelnden Flamme ähneln.

Loge: „So denk’ ich, kannst du mir traun.“ (T. 2349)

Loge hebt die Hände in gespielter Unschuld.

Alberich: „Doch getrost trotz’ ich euch allen!“ (T. 2352)

Ab Beginn der Phrase stützt Alberich trotzig die Hände in die Hüfte.

Loge: „Hohen Mut verleiht deine Macht; grimmig groß wuchs dir die Kraft!“ (T. 2355)

Bei „Hohen Mut“ (genauer auf das e’ in T. 2356), hebt Loge seine rechte Hand nach oben und beschreibt damit einen Bogen in der Luft.

Alberich: „Siehst du den Hort, den mein Heer dort mir gehäuft?“ (T. 2623)

Alberich deutet mit den Händen nach vorne auf den imaginären Hort.

Loge: „So neidlichen sah ich noch nie.“ (T. 2367)

Loge reißt Augen und Mund auf. Auf „neidlichen“ faltet er die Hände wie zum Gebet in gespielter Begeisterung.

Alberich: „Kühn und mächtig soll er künftig sich mehren.“ (T. 2375)

Gegen Ende der Phrase hebt Alberich die Hände hoch über den Kopf.

Alberich: „Schätze zu schaffen, und Schätze zu bergen, nützt mir Nibelheims Nacht. Doch mit dem Hort…“ (T. 2393)

Alberich benutzt hier in karikierender Weise antisemitische Stereotypen wie das gierige Reiben der Hände. Bei „nützt mir Nibelheims Nacht“ schauen Wotan und Loge Alberich an, der schließlich die Arme ausbreitet.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2415)

Alberich hebt eine Hand in die Luft und deutet eine Siegesgeste an, indem er die geballte Hand nach innen dreht.

Wotan: „Wie beginnst du, Gütiger, das?“ (T. 2418)

Wotan bezwingt seinen Impuls, vom Stuhl aufzuspringen.

Alberich: „Die in linder Lüfte Weh’n da oben ihr lebt, lacht und liebt“ (T. 2424)

Auf „linder“ orientiert sich Alberich mit Blick und kleiner Geste nach oben. Auf die Vorschlagnote in T. 2430 (Portamento auf „lacht“) bewegt er die Finger in einer affektierten Winkbewegung. In dem kurzen Orchesternachspiel zu dieser Phrase bleiben Loge und Wotan mit ihren Blicken ganz bei Alberich.

T. 2441, nach Alberich: „… fang’ ich mir alle!“

Alberich lässt seine Hände zuschnappen.

Alberich: „Wie ich der Liebe abgesagt, alles, was lebt, soll ihr entsagen! Mit Golde gekirrt, nach Gold nur sollt ihr noch gieren!“ (T. 2446)

Bei dem Wort „Liebe“ legt Alberich eine Hand auf sein Herz. Bei „entsagen“ streckt er die andere Hand nach vorne (Ring-Raub-Geste). Ab „gieren“ streckt Alberich die Hand, die bis jetzt auf seinem Herzen lag, ebenfalls nach vorne.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2469)

Alberich atmet schwer im Takt der Musik.

Alberich: „Auf wonnigen Höh’n, in seligem Weben wiegt ihr euch; den Schwarzalben verachtet ihr ewigen Schwelger!“ (T. 2475)

Zu Beginn der ersten Phrase soll Alberich sich mit dem Körper nach oben spielen und auf „wonnigen“ die Hände heben. Ab „Schwarzalben“ führt Alberich die Hände, krampfhaft auf seinen Körper zeigend, nach unten.

Alberich: „Habt acht! Habt acht! Denn, dient ihr Männer erst meiner Macht, eure schmucken Frau’n, die mein Frei’n verschmäht, sie zwingt zur Lust sich der Zwerg, lacht Liebe ihm nicht!“ (T. 2487)

Bei der ersten Aufforderung streckt Alberich die rechte Hand nach vorne, bei der zweiten die linke. Ab „[d]enn dient ihr“ deutet er mit dem Finger ins Publikum. In T. 2492, auf „eure schmucken Frau’n“, bewegt Alberich sein Becken zunächst etwas nach vorne und deutet anschließend an, mit den Händen nach den Brüsten einer fiktiven Frau zu greifen. Bei dem Wort „Lust“ soll Alberichs Unterleib vibrieren. Schließlich verkrampft er die Hände vor seinem Schritt.

Alberich: „ Ha – ha – ha – ha! Habt ihr’s gehört? Habt acht! Habt acht …“ (T. 2500)

Die erste Phrase soll wild lachend gesungen werden. Ab dem ersten „Habt acht“ wird die Geste aus den Takten 2487–2489 in etwas abgewandelter Form wiederholt. Alberich hebt zuerst die rechte, dann die linke Hand in die Höhe.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2516), nach Alberich: „… Tiefe zu Tag!“

Alberich hebt beide Hände in die Höhe, um mit dieser Geste seine Macht auszudrücken.

Wotan: „Vergeh, frevelnder Gauch!“ (T. 2519)

Wotan springt auf und wendet sich in einem aggressiven Impuls in Alberichs Richtung. Es entsteht wieder das Bild, in dem Wotan und Alberich sich gegenüberstehen wie im Übergang von Bild 1 zu Bild 2 (Transformation Ring- zu Burg-Motiv).

Loge: „Sei doch bei Sinnen!“ (T. 2521)

Loge breitet schlichtend die Arme aus.

Loge: „Wen doch faßte nicht Wunder, …“ (T. 2524)

Loge deutet mit seinen Händen passend zur musikalischen Figur wiederum Flammen an.

Loge: „… den Mächtigsten muß ich dich rühmen; denn Mond und Stern’ und die strahlende Sonne, sie auch dürfen nicht anders, dienen müssen sie dir.“ (T. 2538)

Bei „muß ich dich rühmen“ deutet Loge eine Verbeugung an. Im Folgenden deutet er auf die (imaginären) Himmelskörper, die er aufzählt. Am Ende seiner Phrase verbeugt er sich und reibt sich die Hände.

Loge: „Doch – wichtig acht’ ich vor allem …“ (T. 2554)

Auf „[d]och“ hebt Loge den Zeigefinger.

Loge: „Einen Reif rührtest du kühn; dem zagte zitternd dein Volk: – doch, wenn im Schlaf ein Dieb dich beschlich’, den Ring schlau dir entriss’ – wie wahrtest du Weiser dich dann?“ (T. 2566)

Auf das Wort „Reif“ imitiert Loge mit sanfter Bewegung die Raubgeste. Bei „zitternd“ macht Loge eine kleine zitternde Bewegung. Ab T. 2576 („doch, wenn im Schlaf…“) beugt sich Loge etwas nach unten. Auf „entriss“ macht er erneut eine zuckende Handbewegung nach oben. Die letzte Phrase singt Loge mit direktem Blick zu Alberich.

Alberich: „Den hehlenden Helm ersann ich mir selbst; der sorglichste Schmied, Mime mußt’ ihn mir schmieden“ (T. 2602)

Zu Beginn der Phrase macht Alberich die Tarnhelmgeste. Es entsteht eine unheimliche Atmosphäre. Als Reaktion darauf wandern die Blicke von Wotan und Loge langsam suchend nach oben.

Alberich: „So ohne Sorge bin ich selbst sicher vor dir, du fromm sorgender Freund!“ (T. 2617)

Alberich lässt seine Hände langsam am Körper hinabgleiten.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2625)

Loge macht eine beschwichtigende Geste.

Loge: „Vieles sah ich, Seltsames fand ich, doch solches Wunder gewahrt’ ich nie. Dem Werk ohnegleichen kann ich nicht glauben“ (T. 2627)

Auf „Vieles“ macht Loge eine kreisende Handbewegung mit der von Alberich abgewandten Hand. Auf „Seltsames“ wiederholt er die Bewegung mit der anderen Hand. Bei dem „ich“ in T. 2633 legt Loge in gespieltem Erstaunen die Hände an seine Wangen. Auf „glauben“ führt Loge eine Hand vor den Mund und erstarrt in dieser Haltung.

Loge: „Bis ich’s geprüft, bezweifl’ ich, Zwerg, dein Wort.“ (T. 2646)

Loge erhebt zu Beginn der Phrase einen Finger und zeigt bei „Zwerg“ damit auf Alberich.

Loge: „In welcher du willst; nur mach vor Staunen mich stumm!“ (T. 2654)

Loge steckt die Hände etwa in der Achtelpause in T. 2655 in die Hosentaschen.

Alberich: „,Riesenwurm winde sich ringelnd!ʻ“ (T. 2660)

Während er singt, macht Alberich die Helm-Geste. Danach lässt er die Hände an seinem Körper hinabgleiten und setzt sich dabei auf seinen Stuhl (T. 2662).

Zwischenspiel (T. 2664)

Wotan und Loge schauen von unten nach oben und imaginieren dabei das stetige Wachstum der Riesenschlange. Auf das Fortissimo in T. 2671 zuckt Loge zusammen.

Loge: „Ohe! Ohe!“ (T. 2671)

Loge schlägt die Hände vors Gesicht und begibt sich in eine Schutzhaltung.

Kurzes Zwischenspiel, vor Alberich: „Hehe! Ihr Klugen! Glaubt ihr mir nun?“ (T. 2679)

In T. 2678 steht Alberich auf.

Loge: „Mein Zittern mag dir’s bezeugen!“ (T. 2682)

Das in der Phrase beschriebene Zittern zeigt Loge sowohl körperlich als auch stimmlich.

Loge: „Zur großen Schlange schufst du dich schnell: weil ich’s gewahrt, willig glaub’ ich dem Wunder.“ (T. 2686)

Nach „willig glaub’ ich dem Wunder“ nickt Loge eifrig und dienstbeflissen.

Loge: „Doch, wie du wuchsest, kannst du auch winzig und klein dich schaffen? Das Klügste schien’ mir das, Gefahren schlau zu entfliehn: das aber dünkt mich zu schwer!“ (T. 2696)

Auf „winzig und klein“ zeigt Loge nach unten. Nach „Gefahren schlau zu entfliehn“ kratzt sich Alberich am Kopf.

Alberich: „Zu schwer dir, weil du zu dumm!“ (T. 2707)

Loge braust in gespielter Wut kurz auf.

Loge: „Daß die feinste Klinze dich fasse, wo bang die Kröte sich birgt.“ (T. 2711)

Loge geht in die Knie und deutet die Größe der „feinsten Klinze“ an.

Alberich: „Luge du her! ,Krumm und grau krieche Kröte!ʻ“ (T. 2717)

Mit „Luge du her“ macht er eine schnelle Kopfbewegung in Loges Richtung. Danach erhebt er die Hände zur Helmgeste und hält diese, während er singt. In T. 2722 setzt sich Alberich wieder, die Hände am Körper entlangstreichend, auf seinen Stuhl.

Kurzes Zwischenspiel (T. 2723)

Wotan und Loge verfolgen mit Blicken und Kopfbewegungen die Sprünge der imaginären Kröte.

Kurzes Zwischenspiel, nach Loge: „Dort, die Kröte! Greife sie rasch!“ (T. 2731)

In T. 2733 tritt Wotan mit dem Fuß auf die imaginäre Kröte, woraufhin Alberich in die Knie, allerdings nicht ganz zu Boden, geht. Er taumelt nach vorne.

Alberich: „Ohe! Verflucht! Ich bin gefangen!“ (T. 2735)

Alberich verschränkt die Hände auf dem Rücken, als ob er dort gefesselt wäre.

Zwischenspiel, nach Loge: „Nun schnell hinauf: dort ist er unser!“ (T. 2742)

Loge lacht. Im Zwischenspiel blicken sich Alberich und Wotan noch einmal lange und hasserfüllt an, dann verlassen sie die Bühne (Alberich links, Wotan rechts). Loge bleibt allein zurück und setzt sich auf den Stuhl R1.

In T. 2849 treten Alberich und Wotan auf der jeweils anderen Seite (Alberich rechts, Wotan links) wieder auf.

Vierte Szene

Loge: „Da, Vetter, sitze du fest! Luge, Liebster, dort liegt die Welt, die du Lung’rer gewinnen dir willst: - welch Stellchen, sag, bestimmst du drin mir zum Stall?“ (T. 2857)

Loge singt zunächst im Sitzen. Auf das Wort „fest“ schnipst er mit den Fingern, woraufhin Alberich auf die Knie sinkt, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Nach „gewinnen dir willst“ steht Loge auf und geht jeweils auf „Stellchen“ und auf „Stall“ mit einem Fuß einen Schritt nach vorne. In dem kurzen Nachspiel, das Loges Phrasen folgt, parodiert Loge Alberich, indem er sich im Kreis dreht.

Alberich: „Schändlicher Schächer! Du Schalk! Du Schelm! Löse den Bast, binde mich los“ (T. 2867)

Bei „Löse den Bast“ zieht Alberich an seinen (imaginären) Fesseln.

Wotan: „Gefangen bist du, fest mir gefesselt; wie du die Welt, was lebt und webt, in deiner Gewalt schon wähntest; in Banden liegst du vor mir“ (T. 2872)

Auf „gefesselt“ zitiert Wotan den Tritt aus der vorherigen Szene.

Bei „wie du die Welt, was lebt und webt“ hebt Wotan einen Arm. Auf „in Banden liegst du“ deutet Wotan nach vorne auf den Boden.

Loge: „Soll Rache dir frommen, vor allem rate dich frei: dem gebundnen Manne büßt kein Freier den Frevel. Drum sinnst du auf Rache, rasch ohne Säumen sorg um die Lösung zunächst!“ (T. 2888)

Gerade in der ersten Phrase nimmt Loge eine gespielt naive Haltung ein. Bei „dem gebundnen Manne“ ahmt er Alberichs Haltung nach, hat also die Hände hinter dem Rücken verschränkt. In T. 2897 reibt Loge auf den Trillern die Finger aneinander, die Geste für Geld andeutend.

Alberich: „So heischt, was ihr begehrt!“ (T. 2899)

Alberich wirft Wotan auf „heischt“ einen Blick zu.

Wotan: „Den Hort und dein helles Gold.“ (T. 2900)

Wotan steht auf und deutet wiederum nach vorne.

Alberich: „Doch behalt’ ich mir nur den Ring, des Hortes entrat’ ich dann leicht; denn von neuem gewonnen und wonnig genährt ist er bald durch des Ringes Gebot; - eine Witzigung wär’s, die weise mich macht; zu teuer nicht zahl’ ich die Zucht, lass’ für die Lehre ich den Tand.“ (T. 2904)

Diese Phrasen soll Alberich gewissermaßen ,in seinen Bart murmelnʻ, während er von Wotan und Loge gemustert wird.

Alberich: „Löst mir die Hand, so ruf’ ich ihn her.“ (T. 2913)

Alberich steht auf.

Zwischenspiel (T. 2914)

Auf die erste Streicherfigur blickt Loge zu Wotan, dieser nickt auf die zweite Streicherfigur. Loge wirft Alberich auf die dritte Figur einen Blick zu und schnipst bei der vierten mit den Fingern. Alberich kann seine rechte Hand jetzt wieder frei bewegen. Etwa in T. 2922 führt Alberich seine Faust zum Mund, küsst diese und murmelt leise: „Niblungen all, neigt euch nun Alberich!“

Alberich: „Wohlan, die Niblungen rief ich mir nah.“ (T. 2927)

Alberichs Hand ist noch nah an seinem Mund.

Wotan: „Nicht eh’r, bis alles gezahlt.“ (T. 2936)

Wotan verschränkt die Arme vor der Brust.

Alberich: „Dort hingeführt, wie ich’s befehl’! All’ zuhauf schichtet den Hort!“ (T. 2954)

Alberich zeigt auf die Stelle vor dem Stuhl l1.

Zwischenspiel (T. 2969)

Er küsst seinen imaginären Ring und streckt die Faust im Stil von Der Pate gebieterisch aus. Alberich atmet ungefähr bei T. 2985 sichtbar aus.

Alberich: „Gezahlt hab’ ich; nun laßt mich ziehn: und das Helmgeschmeid’, das Loge dort hat, das gebt mir nun gütlich zurück!“ (T. 2987)

Bei „Helmgeschmeid’“ hebt Alberich den Zeigefinger. Bei „das gebt mir nun gütlich zurück“ versucht Alberich, ähnlich wie Mime in der Szene zuvor, unschuldig und harmlos zu wirken.

Loge: „Zur Buße gehört auch die Beute.“ (T. 2992)

Loge ahmt die Tarnhelmpose nach. Zuerst führt er die Hände vor sein Gesicht, dann legt er sie auf seinen Rücken.

Alberich: „Verfluchter Dieb!“ (T. 2994)

Alberich verkrümmt sich.

Alberich: „Schlimm zwar ist’s, dem schlauen Feind zu lassen die listige Wehr! – Nun denn! Alberich ließ euch alles; jetzt löst, ihr Bösen, das Band!“ (T. 3000)

Bei „dem schlauen Feind“ macht Alberich eine scheinbar ehrerbietige Geste zu Wotan. Auf „Alberich ließ euch alles“ macht Alberich eine kleine Verbeugung und versucht, seiner Stimme den Anschein von Freundlichkeit zu geben.

Loge: „Bist du befriedigt? Lass’ ich ihn frei?“ (T. 3006)

Loge öffnet die Hände in einer fragenden Geste.

Wotan: „Ein goldner Ring ragt dir am Finger: hörst du, Alb?“ (T. 3008)

Wotan hat eine souveräne Haltung angenommen. Seine Arme sind hinter dem Rücken verschränkt.

Alberich: „Der Ring?“ (T. 3011)

Diese Phrase soll entsetzt gesungen werden. Außerdem greift Alberich intuitiv mit einer Hand nach vorne und zitiert damit die Ring-Geste.

Wotan: „Zu deiner Lösung mußt du ihn lassen.“ (T. 3011)

Auf „Lösung“ macht Wotan einen Schritt nach vorne.

Alberich: „Das Leben, doch nicht den Ring!“ (T. 3012)

Alberichs Stimme bebt. Auch er macht einen Schritt nach vorne.

Wotan: „Den Reif verlang’ ich: mit dem Leben mach, was du willst.“ (T. 3013)

Auf „verlang’ ich“ streckt Wotan einen Arm in Alberichs Richtung aus und zitiert damit ebenfalls die Ring-Geste. „[M]it dem Leben mach, was du willst“ wird sehr abfällig gesungen.

Alberich: „Hand und Haupt, Aug und Ohr sind nicht mehr mein eigen als hier dieser rote Ring!“ (T. 3018)

In diesen Phrasen spricht Alberich mit sich selbst.

Wotan: „Dein eigen nennst du den Ring? Rasest du, schamloser Albe? Nüchtern sag, wem entnahmst du das Gold, daraus du den schimmernden schufst? War’s dein eigen, was du Arger der Wassertiefe entwandt? Bei des Rheines Töchtern hole dir Rat, ob ihr Gold sie zu eigen dir gaben, das du zum Ring dir geraubt!“ (T. 3022)

Wotan macht einen Schritt auf Alberich zu. Bei „Nüchtern sag“ streckt Wotan beide Hände nach vorne aus, bei „[der] Wassertiefe entwandt“ lässt er sie wieder fallen. Er knetet seine Hände bei „War’s dein eigen …“. Loge schöpft an dieser Stelle Hoffnung, dass der Ring tatsächlich an die Rheintöchter zurückgegeben werden könnte.

Alberich: „Schmähliche Tücke! …“ (T. 3040)

Mit dieser und den folgenden Phrasen (bis einschließlich T. 3082) wendet sich Alberich direkt an Wotan.

Alberich: „Hüte dich, herrischer Gott! – Frevelte ich, so frevelt’ ich frei an mir: – doch an allem was war, ist und wird, frevelst, Ewiger, du – entreißest du frech mir den Ring!“ (T. 3070)

Alberich richtet sich auf. Ab „Frevelte ich“ spielt Alberich das Publikum direkt an. Bei „doch an allem“ hebt Alberich mahnend den Zeigefinger. Schließlich, nach Ende seiner Phrasen, drückt Alberich die Hand mit dem (imaginären) Ring an seine Brust.

Wotan: „Her den Ring! Kein Recht an ihm schwörst du schwatzend dir zu.“ (T. 3083)

Wotan streckt die Hand geöffnet nach vorne aus und zieht sie langsam, sie zur Faust ballend, zurück (Geste analog zum Raub des Rheingolds). In den Takten 3091f. reißt er plötzlich die Faust ein letztes Stück zu sich zurück, woraufhin Alberich aufschreit.

Alberich: „Ha! – Zertrümmert! Zerknickt! Der Traurigen traurigster Knecht!“ (T. 3092)

Auf „Ha“ schreit Alberich auf. Die Phrasen sollen sehr verzweifelt gesungen werden. Wotan betrachtet währenddessen wie hypnotisiert seine Faust und den imaginären Ring an seinem Finger.

Wotan: „Nun halt’ ich, was mich erhebt, der Mächtigen mächtigsten Herrn.“ (T. 3099)

Wotan betrachtet immer noch den Ring. Zu Beginn seiner Phrasen setzt er sich hin. In T. 3103 führt er die Faust ganz nah vor seine Augen.

Loge: „Ist er gelöst?“ (T. 3107)

Loge adressiert die Frage an Wotan.

Wotan: „Bind’ ihn los!“ (T. 3108)

Wotan würdigt die anderen beiden keines Blickes.

Kurzes Zwischenspiel (T. 3110)

Loge versucht, Alberich mittels Schnipsen von seinen Fesseln zu befreien. Dies klappt erst beim 8. Schnipsen (Schnipsen jeweils auf eine Streicherfigur).

Alberich: „Bin ich nun frei? Wirklich frei? So grüß’ euch denn meiner Freiheit erster Gruß! Wie durch Fluch er mir geriet, verflucht sei dieser Ring! Gab sein Gold mir Macht ohne Maß, nun zeug’ sein Zauber Tod dem, der ihn trägt! Kein Froher soll seiner sich freun, keinem Glücklichen lache sein lichter Glanz!“ (T. 3118)

Bei „Wirklich frei“ lacht Alberich wütend. Kurz vor „erster Gruß“ hebt er die Hände, die er anschließend, in dem kurzen Zwischenspiel in T. 3125, verkrampft. Auf „verflucht“ in T. 3128f. breitet er die Arme wieder aus. Auf „Tod“ in T. 3135 deutet er nach vorne. Die Götter sind währenddessen in einem Freeze gefangen, Loge hat den Blick auf Alberich geheftet.

Alberich: „Wer ihn besitzt, den sehre die Sorge, und wer ihn nicht hat, den nage der Neid!“ (T. 3142)

Alberich hat die Hand auf „Wer ihn besitzt“ zur Faust geballt. Bei „nicht hat“ in T. 3145 löst er die Hand, nur um nach „Neid“ in T. 3146 die Nägel in die Hand zu graben.

Alberich: „Dem Tode verfallen, feßle den Feigen die Furcht: so lang er lebt, sterb’ er lechzend dahin, des Ringes Herr als des Ringes Knecht: - bis in meiner Hand den geraubten wieder ich halte! So segnet in höchster Not der Nibelung seinen Ring: - behalt ihn nun, hüte ihn wohl! Meinem Fluch fliehest du nicht!“ (T. 3155)

Alberich erhebt die geöffnete Hand mit gespreizten Fingern und der Handfläche zum Publikum und vollzieht damit bei „Dem Tode verfallen“ eine magisch-beschwörende Geste. In T. 3164 ballt Alberich analog zu Wotans Geste ebenfalls die Faust. Auf „den geraubten wieder ich halte“ streckt Alberich die Hand nach vorne aus. In T. 3170f. hebt Alberich die Hände wieder hoch. Nach „der Nibelung seinen Ring“ reißt Alberich seine rechte Hand, nach dem imaginären Ring greifend, zu sich zurück. Die Phrase „hüte ihn wohl“ in T. 3177 soll laut Regieanweisung möglichst „lachend“ gesungen werden. „Meinem Fluch fliehest du nicht“ soll grimmig klingen und ohne begleitende Gestik ausgeführt werden. In T. 3180 geht Alberich ab.

Loge: „Lauschtest du seinem Liebesgruß?“ (T. 3203)

Loge schaut Wotan an und stellt die Frage mit ironischem Unterton.

Wotan: „Gönn ihm die geifernde Lust!“ (T. 3205)

Wotan geht nicht auf die Ironie ein und zeigt sich hier Alberich gegenüber verständnisvoll. Er ist immer noch in den Anblick des imaginären Rings an seiner Faust versunken.

Zwischenspiel (T. 3208)

Hier treten von links Fricka, Froh und Donner und von rechts die Riesen und Freia auf. Fricka geht auf die Position l1, Froh auf l3 und Donner auf l4. Die Riesen gehen auf die Positionen r2 (Fasolt) und r4 (Fafner), Freia auf die Position r3. Die Riesen und Freia setzen sich auf ihre Stühle.

Froh: „Sie kehrten zurück!“ (T. 3230)

Froh breitet in einer willkommenheißenden Geste die Arme aus.

Donner: „Willkommen, Bruder!“ (T. 3231)

Donner breitet die Arme aus.

Fricka: „Bringst du gute Kunde?“ (T. 3233)

Diese Phrase soll besorgt in Wotans Richtung gesungen werden.

Loge: „Mit List und Gewalt gelang das Werk: dort liegt, was Freia löst.“ (T. 3234)

Auf „dort“ deutet Loge ins Publikum.

Donner: „Aus der Riesen Haft naht dort die Holde.“ (T. 3238)

Er blickt dabei nach oben und hebt die Hand andeutungsweise in diese Richtung.

Froh: „Traurig ging es uns allen, getrennt für immer von ihr, die leidlos ewiger Jugend jubelnde Lust uns verleiht.“ (T. 3245)

In der ersten Phrase legt Froh die Hand aufs Herz. Bei „leidlos ewiger Jugend“ hebt Froh beide Hände gen Himmel.

Nach „verleiht“ stehen Freia und die Riesen auf.

Fricka: „Lieblichste Schwester, süßeste Lust! Bist du mir wieder gewonnen?“ (T. 3256)

Fricka breitet die Arme aus. Die Riesen verschränken als Reaktion darauf drohend die Arme vor der Brust. Die Phrase soll „mit Wärme“ gesungen werden.

Fasolt: „Halt! Nicht sie berührt! Noch gehört sie uns. – Auf Riesenheims ragender Mark rasteten wir; mit treuem Mut des Vertrages Pfand pflegten wir. So sehr mich’s reut, zurück doch bring ich’s, erlegt uns Brüdern die Lösung ihr.“ (T. 3261)

Während der ersten Phrasen macht Fasolt mit der Hand eine abwehrende Geste. Im kurzen Zwischenspiel in T. 3264f. verschränkt er die Arme wieder vor der Brust. Nach „mit treuem Mut des Vertrages Pfand pflegten wir“ zuckt Freia zusammen. In T. 3276 streckt Fasolt die rechte Hand nach vorne aus.

Wotan: „Bereit liegt die Lösung: des Goldes Maß sei nun gütlich gemessen.“ (T. 3289)

Wotan erwacht aus seiner vorherigen Haltung. Nach „gemessen“ tritt er einen Schritt zurück.

Fasolt: „Das Weib zu missen, wisse, gemutet mich weh: soll aus dem Sinn sie mir schwinden, des Geschmeides Hort häufe denn so, daß meinem Blick die Blühende ganz er verdeck’!“ (T. 3286)

Fasolt singt dies mit einem taxierenden Blick auf Freia. Nach dem Ende seiner Passage verschränkt Fasolt wiederum die Arme vor der Brust.

Zwischenspiel (T. 3304)

In T. 3305 auf das Bläser-Motiv schaut Freia nach links und rechts. In T. 3309 macht Fasolt mit seiner linken Hand (vom Publikum aus gesehen die rechte) eine schnelle akzentuierte Geste in Richtung des Bodens. Fafner vollzieht die Geste parallel mit seiner rechten Hand (vom Publikum aus gesehen mit der linken Hand).

Fafner: „Gepflanzt sind die Pfähle nach Pfandes Maß; gehäuft nun füll’ es der Hort!“ (T. 3313)

Fafner zeigt dabei auf Freia.

Wotan: „Eilt mit dem Werk: widerlich ist mir’s!“ (T. 3317)

Wotan stilisiert sich hier als über den Dingen stehender Charakter, auf „widerlich“ setzt sich Wotan hin.

Zwischenspiel (T. 3323)

Im Rhythmus der Musik vollziehen Loge und Froh pantomimische Gesten, mit denen sie das Aufhäufen des Goldes andeuten. Die Gesten sollen dabei im Stil der Commedia dell’arte den buffonesk-marschartigen Charakter der Musik unterstreichen.

Fafner: „Nicht so leicht und locker gefügt! Fest und dicht füll’ er das Maß! Hier lug ich noch durch: verstopft mir die Lücken!“ (T. 3334)

In der ersten Phrase deutet Fafner mit den Händen an, dass er etwas nach unten drückt. Im kurzen Zwischenspiel in T. 3339 beugt er sich, wie in der Regieanweisung angegeben, nach unten.

Loge: „Zurück, du Grober!“ (T. 3342)

Loge erhebt dabei drohend den Zeigefinger.

Wotan: „Tief in der Brust brennt mir die Schmach!“ (T. 3345)

Wotan wendet sich, wie in der Regieanweisung angegeben, unmutig ab.

Fricka: „Sieh, wie in Scham schmählich die Edle steht: um Erlösung fleht stumm der leidende Blick. Böser Mann! Der Minnigen botest du das!“ (T. 3347)

Fricka legt beide Hände auf ihr Herz. „Böser Mann“ soll direkt zu Wotan gesungen werden. Fricka steht während dieser Phrase auf.

Donner: „Kaum halt ich mich; schäumende Wut weckt mir der schamlose Wicht! Hierher, du Hund! Willst du messen, so miß dich selber mit mir!“ (T. 3358)

Ab „Kaum halt ich mich“ hebt Donner langsam den Arm, nach „miß dich selber mit mir“ ballt er die Hand zur Faust.

Donner: „Nicht dich Schmähl’chen zu zerschmettern?“ (T. 3366)

Donner holt mit der Faust aus.

Loge: „Der Hort ging auf.“ (T. 3372)

Loge setzt sich.

Fafner: „Noch schimmert mir Holdas Haar: – dort das Gewirk wirf auf den Hort!“ (T. 3376)

Bei „Noch schimmert mir“ blickt Fafner zu Freia.

Loge: „Wie? Auch den Helm?“ (T. 3379)

Loge nimmt eine Unschuldshaltung ein.

Loge: „So sind wir denn fertig! Seid ihr zufrieden?“ (T. 3382)

Loge singt diese Phrasen mit unterdrückter Wut.

Fasolt: „Freia, die Schöne, schau’ ich nicht mehr: – so ist sie gelöst? muß ich sie lassen?“ (T. 3385)

Die erste Phrase soll fast weinend gesungen werden. „[M]uß ich sie lassen“ wird gesprochen.

Zwischenspiel (T. 3391)

Fasolt dreht sich zu Freia. Auf das Oboenthema in T. 3395f. verliebt er sich neu in sie.

Fasolt: „Seh’ ich dies wonnige Auge, von dem Weibe laß ich nicht ab!“ (T. 3403)

Fasolt legt eine Hand auf sein Herz. Ab „von dem Weibe …“ spricht er Freia direkt an.

Loge: „Nimmer-Satte! Seht ihr denn nicht, ganz schwand uns der Hort?“ (T. 3409)

Loge steht auf.

Fafner: „Mitnichten, Freund! An Wotans Finger glänzt von Gold noch ein Ring: den gebt, die Ritze zu füllen!“ (T. 3411)

Fafner stößt seine Worte äußerst grob und entschieden hervor (laut überlieferter Regieanweisung). Bei dem Wort „Ring“ in T. 3414 macht Fafner eine Geste, die so aussieht, als würde er nach dem Ring greifen.

Wotan: „Wie? Diesen Ring?“ (T. 3415)

Wotan springt auf.

Wotan: „Was schwatzest du da? Was schwer ich mir erbeutet …“ (T. 3421)

Wotan wendet sich hier aggressiv an Loge.

Wotan: „Fordert frech, was ihr wollt: alles gewähr’ ich; um alle Welt doch nicht fahren lass’ ich den Ring!“ (T. 3434)

Fasolt legt die Hände auf Freias Schultern. Erda tritt in T. 3438 auf (je nach Aufführungsort an einer erhöhten Position, beispielsweise auf der Empore oder dem Balkon).

Fasolt: „Aus denn ist’s! Beim alten bleibt’s; nun folgt uns Freia für immer!“ (T. 3439)

Nach „für immer“ packen Fasolt und Fafner Freia an den Oberarmen.

Kurzes Zwischenspiel (T. 3447), vor Wotan: „Laßt mich in Ruh’: den Reif geb’ ich nicht!“ (T. 3448)

Wotan hat seine Arme zur Seite ausgestreckt und verharrt in dieser Pose. Seine Phrasen sollen „mit unbeugsamster Entschlossenheit“ gesungen werden.

Zwischenspiel (T. 3456), vor Erda: „Weiche, Wotan! Weiche!“ (T. 3461)

Erda wird durch einen Beleuchtungswechsel hervorgehoben. Alle Figuren, außer Erda, sitzen im Freeze. Auf „Weiche, Wotan!“ streckt Erda, wie in der Regieanweisung angegeben, mahnend eine Hand nach vorne aus.

Erda: „Wie alles war – weiß ich; wie alles wird, wie alles sein wird – seh’ ich auch: der ew’gen Welt Urwala, Erda, mahnt deinen Mut. – Drei der Töchter, urerschaff’ne, gebar mein Schoß …“ (T. 3471)

Erda zieht die Hand wieder zurück. Bei „der ew’gen Welt“ streckt sie sie wieder aus. Bei „urerschaff’ne“ lässt sie die Hände am Körper hinabgleiten.

Erda: „Doch höchste Gefahr führt mich heut selbst zu dir her. Höre! Höre! Höre! Alles, was ist, endet! Ein düstrer Tag dämmert den Göttern: - dir rat’ ich, meide den Ring!“ (T. 3491)

Bei „höchste Gefahr“ streckt Erda eine Hand nach vorne aus. Erda deutet bei „dir rat’ ich“ mit ausgestrecktem Zeigefinger auf Wotan. Die Passage „meide den Ring“ wird laut überlieferter Regieanweisung „[m]it entsetzenerfülltem Ausdruck“ gesungen. Nach dem Ende der Passage umarmt Erda sich selbst und senkt den Kopf.

Erda: „Ich warnte dich; du weißt genug: sinn in Sorg’ und Furcht!“ (T. 3516)

Erda hebt den Kopf und singt die Phrase „[i]n ruhigem ernst-bedeutsamem Tone“. Anschließend geht sie in T. 3522 ab.

Wotan: „Soll ich sorgen und fürchten, dich muß ich fassen, alles erfahren!“ (T. 3522)

In T. 3523 steht zunächst Wotan auf; Fricka, Froh und Donner folgen sofort.

Donner: „Hört, ihr Riesen! Zurück, und harret!“ (T. 3529)

Donner wendet sich entschlossen zu den Riesen. Diese stehen auf.

Freia: „Darf ich es hoffen? Dünkt euch Holda wirklich der Lösung wert?“ (T. 3535)

Freia legt eine Hand auf ihr Herz.

Zwischenspiel (T. 3541)

Alle blicken gespannt auf Wotan. Dieser streckt (auf das Vertrags-Motiv) die Hände mit geöffneten Handflächen seitlich nach unten aus. Auf die Wiederholung des Vertrags-Motivs streckt Wotan die Hand in Freias Richtung aus.

Wotan: „Zu uns, Freia! Du bist befreit!“ (T. 3551)

Im kurzen Nachspiel zu dieser Phrase (T. 3554) lassen die Riesen Freia los.

Zwischenspiel (T. 3563)

Wotan macht mit seiner rechten Hand eine abfällige Geste nach vorne, als würfe er den Ring auf den Hort. Die Göttinnen und Götter verfallen ,in Zeitlupeʻ und spielen übermäßige Freude. Loge – als Einziger nicht ,in Zeitlupeʻ - schaut interessiert zu.

Fasolt: „Halt, du Gieriger! Gönne mir auch was! Redliche Teilung taugt uns beiden.“ (T. 3585)

Schon bei T. 3584 macht Fafner einen Schritt auf das imaginäre Gold zu. Fasolt reagiert darauf mit einem Schritt nach vorne bei „Gönne mir auch was“.

Fafner: „Mit Müh’ zum Tausch vermocht’ ich dich Toren …“ (T. 3590)

Bei dem Wort „Tausch“ deutet Fafner auf Freia.

Fasolt: „Euch ruf’ ich zu Richtern …“ (T. 3596)

In dieser und der nächsten Phrase wendet sich Fasolt an die Götter. Alle Götter und Göttinnen wenden sich daraufhin verächtlich ab.

Loge: „Den Hort laß ihn raffen; halte du nur auf den Ring!“ (T. 3598)

Diese Phrasen sollen flüsternd zu Fasolt gesungen werden.

Fasolt: „Zurück! Du Frecher! Mein ist der Ring …“ (T. 3600)

Bei „Ring“ macht Fasolt die Ring-Geste.

Fafner: „Fort mit der Faust! Der Ring ist mein!“ (T. 3603)

Nach „mein“ macht Fafner ebenfalls die Ring-Geste.

Fasolt: „Ich halt’ ihn, mir gehört er!“ (T. 3605)

Nach seinem Satz lacht Fasolt höhnisch.

Fafner: „Halt ihn fest, daß er nicht fall’!“ (T. 3606)

Fafner deutet mit seiner geballten Faust in Zeitlupe einen ausholenden Schlag an.

Zwischenspiel (T. 3607)

Auf den Akkord in T. 3608 vollführt Fafner mit seiner Faust eine Schlag-Geste nach unten. Fasolt fällt daraufhin stöhnend auf seinen Stuhl und bleibt dort wie leblos liegen. Freia blickt entsetzt auf den toten Fasolt.

Fafner: „Nun blinzle nach Freias Blick! An den Reif rührst du nicht mehr!“ (T. 3611)

Mit diesen Phrasen wendet sich Fafner höhnisch an den toten Fasolt. Etwa in T. 3617ff., auf das Fluch-Motiv, geht Fafner ab, die Hand immer noch zur Faust geballt.

Wotan: „Furchtbar nun erfind’ ich des Fluches Kraft!“ (T. 3621)

Diese Phrase soll erschüttert gesungen werden.

Loge: „Was gleicht, Wotan, wohl deinem Glücke? Viel erwarb dir des Ringes Gewinn; daß er nun dir genommen, nützt dir noch mehr: deine Feinde – sieh! – fällen sich selbst – um das Gold, das du vergabst.“ (T. 3628)

Loge singt „mit scharf-ironischem Tone“. Bei „Viel erwarb“ streckt Loge die Arme nach vorne aus und auf „deine Feinde – sieh!“ deutet er auf den toten Fasolt.

Wotan: „Wie doch Bangen mich bindet! Sorg’ und Furcht fesseln den Sinn – wie sie zu enden, lehre mich Erda: – zu ihr muß ich hinab!“ (T. 3640)

Wotan ist erschüttert. Bei „Erda“ streckt er die Hände nach vorne in Richtung einer imaginären Erda aus.

Fricka: „Wo weilst du, Wotan? Winkt dir nicht hold die hehre Burg, die des Gebieters gastlich bergend nun harrt?“ (T. 3651)

Fricka setzt sich zu Wotan. Auf „die hehre Burg“ deutet sie nach oben in die Luft.

Wotan: „Mit bösem Zoll zahlt’ ich den Bau!“ (T. 3660)

Wotan legt die Hände auf die Brust. Etwa in T. 3665 setzen sich alle Götter und Göttinnen außer Donner und Freia.

Donner: „Schwüles Gedünst schwebt in der Luft: – lästig ist mir der trübe Druck! Das bleiche Gewölk samml’ ich zu blitzendem Wetter, das fegt den Himmel mir hell!“ (T. 3666)

Donner vollführt beschwörende Gesten mit seinen Händen.

Nach „hell“ hebt Donner die Hände.

Donner: „Heda! Heda! Hedo! Zu mir, du Gedüft! Ihr Dünste, zu mir! Donner, der Herr, ruft euch zu Heer! Auf des Hammers Schwung schwebet herbei!“ (T. 3675)

Auf die beiden „Hedas“ hebt Donner nacheinander seine beiden Hände. Bei „Hedo“ ballt er sie zu Fäusten. Bei „Zu mir, du Gedüft!“ legt Donner die Hände auf die Brust. Auf „Donner, der Herr“ schlägt er mit den Fäusten gegen die Brust. Im Zwischenspiel erhebt er die Fäuste erneut.

Donner: „Dunstig Gedämpf! Schwebend Gedüft! Donner, der Herr, ruft euch zu Heer! Heda! Heda! Hedo!“ (T. 3688)

Bei „Dunstig Gedämpf“ öffnet Donner eine Hand, sodass die Handfläche nach oben zeigt. Bei „Schwebend Gedüft“ wiederholt er die Geste mit der anderen Hand. Auf „Donner, der Herr“ schlägt er mit den Fäusten wiederum gegen seine Brust. Während der folgenden Phrase hebt er seine Fäuste gen Himmel und hält diese Position. Parallel zum Hammerschlag in T. 3706 lässt Donner seine rechte Faust fallen.

Zwischenspiel (T. 3711)

Nach Donners kurzem Einwurf in T. 3710f. setzt sich Donner hin und Froh steht auf. In T. 3722 deutet Froh mit einer ausgestreckten Hand nach vorne.

Froh: „Zur Burg führt die Brücke, leicht, doch fest eurem Fuß: beschreitet kühn ihren schrecklosen Pfad!“ (T. 3724)

Froh beschreibt mit der Hand einen Bogen. Bei „beschreitet kühn“ macht Froh eine einladende Geste, woraufhin alle übrigen Götter und Göttinnen aufstehen.

Wotan: „Abendlich strahlt der Sonne Auge …“ (T. 3747)

Wotan blickt nach oben.

Wotan: „ …hehr verlockend vor mir …“ (T. 3760)

Wotan klopft sich mit der Hand auf die Brust.

Zwischenspiel (T. 3778), vor Wotan: „So grüß’ ich die Burg, sicher vor Bang’ und Grau’n! Folge mir, Frau! In Walhall wohne mit mir.“ (T. 3781)

Auf das Bläser-Motiv in T. 3778ff. hebt Wotan eine Hand. Bei „Grau’n“ wendet er sich zu Fricka. Bei „Folge mir, Frau“ reicht er Fricka die Hand.

Loge: „Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen. Fast schäm’ ich mich, mit ihnen zu schaffen; zur leckenden Lohe mich wieder zu wandeln, spür’ ich lockende Lust …“ (T. 3807)

Loge setzt sich während der Passage hin (auf r1). Bei „lockende Lust“ zuckt Loges ganzer Körper.

Zwischenspiel (T. 3823), vor Rheintöchter: „Rheingold! Rheingold! Reines Gold!“ (T. 3827)

Die Rheintöchter singen aus dem Off. Die Phrasen sollen weinend gesungen werden.

Loge: „Glänzt nicht mehr euch Mädchen das Gold, in der Götter neuem Glanze sonnt euch selig fortan!“ (T. 3848)

Bei „Mädchen das Gold“ hebt Loge die Hände. Ab „in der Götter neuem Glanze“ vollführt Loge eine „Jazz Hands“-Geste mit beiden Händen nach unten. Wotan, Fricka, Donner und Froh lachen nach Ende der Passage übertrieben laut. Beim Gesangseinsatz der Rheintöchter erstarren außer Freia alle Figuren auf der Bühne. Freia bewegt sich während des Rheintöchter-Gesangs sehr langsam einige Schritte in die Richtung, aus welcher der Gesang kommt.

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Keywords: Wagner, Regiebuch, historisch informierte Aufführungspraxis, Rheingold, Reenactment