Liebe Leser*innen,
diese Ausgabe von ACT ist die dritte eigenständige Publikation des DFG-Erkenntnistransferprojektes Wagnergesang im 21. Jahrhundert – historisch informiert? des Forschungsinstituts für Musiktheater (Leitung: Prof. Dr. Anno Mungen) mit den Anwendungspartnern Concerto Köln und Kent Nagano. Nach einem digitalen Essay zum Reenactment von Wagners Solo-Lese-Performance des Rheingold und dem Band Wagnertheater! Historisch informiert? veröffentlichen wir in dieser Ausgabe von ACT nun diverse Ergebnisse und Materialien zum historisch informierten Rheingold: 1.) Einen Artikel mit Videomaterial, welcher die Erkenntnisse zum historisch informierten Wagnergesang im 21. Jahrhundert und die Implementierung der künstlerischen Werkzeuge des 19. Jahrhunderts in die moderne Aufführungspraxis dokumentiert. 2.) Den Fragebogen sowie die Auswertung der qualitativen Interviews, welche im Anschluss an die beiden Vorstellungen des historisch informierten Rheingold im November 2021 geführt wurden und einen ersten Einblick in die Erfahrungen und Wirkungen der historischen Aufführungstechniken bieten. Die gesammelten (anonymisierten) Fragebögen dürfen aus Datenschutzgründen nicht online veröffentlicht werden, sind im Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau der Universität Bayreuth aber für Forschende zugänglich. 3.) Das im Rahmen des Projekts erarbeitete historisch informierte Regiebuch, also die Dokumentation des Versuchs, historische Darstellungspraxis (Gesang, Deklamation, Mimik, Gestik), auf Grundlage der überlieferten Quellen im Rahmen der konzertanten Aufführungen auf die Bühne zu bringen. Wir freuen uns, dass die Dresdner Musikfestspiele mit The Wagner Cycles inzwischen alle vier Teile des Ring des Nibelungen in einem neuen Projekt auf die Bühne bringen. Beim ganzen Zyklus waren und sind Mitglieder des fimt-Team maßgeblich an der wissenschaftlichen Probenbegleitung beteiligt. Als Bonus wiederveröffentlichen wir an dieser Stelle drei Artikel, welche ursprünglich in den Dresdner Programmheften und online auf der Seite der Richard-Wagner-Akademie der Dresdner Musikfestspiele erschienen sind, und unterschiedliche diskursive Aspekte des Projekts dokumentieren: Zu Wagners Antisemitismus, zur Konstruktion von Abhängigkeitsverhältnissen im Ring und zur Beziehung der Götterdämmerung zum Genre der Grand Opéra.
Wir wünschen anregende Lektüre!
Prof. Dr. Anno Mungen und Dr. Dominik Frank
Ein solches Projekt wäre nicht möglich ohne die Unterstützung von zahlreichen Partner*innen. Wir bedanken uns ausdrücklich und herzlich bei Kent Nagano, Concerto Köln, Alexander Scherf, Fiona Stevens, Elke Meierkort und Michael Rathmann; beim Team der Wagner-Lesarten, allen voran bei Kai Hinrich Müller; bei den Dresdner Musikfestspielen, dem Dresdner Festspielorchester und dem ganzen Team der Wagner Cycles, namentlich bei Jan Vogler, Ulrike Schüler, Lída Eliášová, Katleen Goldammer, Leon Ufert und Leni Thiele; bei den Solist*innen Sarah Wegener, Stefanie Iranyi, Ania Vegry, Ida Aldrian, Eva Vogel, Gerhild Romberger, Derek Welton, Johannes Kammler, Tansel Akzeybek, Thomas Moor, Daniel Schmutzhard, Thomas Ebenstein, Christoph Seidel, Till Faveijts, Katrin Wundsam, Annika Schlicht, Nadia Mchantaf, Tillmann Rönnbek, Christian Immler, Dominik Köninger, Jürgen Sacher, Christiane Libor, Åsa Jäger, Simon Bailey, Maximilian Schmidt, Ric Fuhrman, Natalie Karl, Chelsea Zurflüh, Karola Schmidt, Jasmin Etnian, Ulrike Malotta, Marie-Luise Dressen, Patrick Zielke, Tobias Kehrer, Thomas Blondelle, Christian Elsner, Hanno Müller-Brachmann, Young Woo Kim, Sophia Brommer, Olivia Vermeulen, Valentina Farcas; bei den Solisten des Tölzer Knabenchors und ihrem Betreuer Peter Sefcik, bei Stephan Schmerbeck, beim Landestheater Coburg, seinem ehemaligen Intendanten Bernhard Loges sowie den Schauspieler*innen Tobias Bode, Juliane Schwabe und Marina Schmitz, bei dem Pianisten Stanislav Gres und dem Dramaturgen André Sievers sowie der ganzen technischen Crew, die uns bei zwei gemeinsamen Symposien fantastisch unterstützt haben; bei den Studierenden der Universität Bayreuth, die bei den Vorbereitungsworkshops mitgewirkt haben; bei Amélie Haller, Marianna Linden und Peter Wagner; bei den wissenschaftlichen Kolleg*innen Sara Hubrich, Ulrich Hoffmann, Ulla Hirschfeld, Thomas Seedorf, Friederike Wissmann, Florian Sauer, Guido Hiß und Valerie Kiendl; außerdem ganz herzlich beim musikalischen Studienleiter Volker Krafft. Zuletzt und vor allem gilt unser Dank ganz besonders unseren (ehemaligen) studentischen Hilfskräften und Mitarbeitenden, die auch an dieser Publikation entscheidend beteiligt waren, und ohne die das Projekt nicht hätte stattfinden können: Sophia Feulner, Milena Galvan Odar und Lluc Solés Carbó – Danke!

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Keywords: Wagner, historisch informierte Aufführungspraxis, Ring des Nibelungen